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MalGrund.

Ich habe mich in den vergangenen Wochen ja mit Creativen Formaten „CF“ befasst, um vom rechten Winkel abzukommen. Jetzt kam mir der Gedanke: Wieso sind Bilder eigentlich immer vier-eckig? Ich dachte nach und entwickelte das erste 5-eckige Bild: „Träumerei“

Träumerei, Öl/Leinwand, 52x40x41 cm 2017.

 

 

 

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Aus dem Atelier.

Im Nachbarort befindet sich das „Heimatmuseum Wagenschwend“. Dem Leiter dieses Hauses werden hin und wieder landwirtschaftliche Geräte, Hausrat vergangener Zeiten zur Ausstellung angeboten, manchmal auch Bilder. Vor einiger Zeit kam er zu mir, ob ich ihm „einen alten Schinken“, wie er sagte, restaurieren könne. Ich wagte das Experiment.

Zunächst wollte ich wissen, wer der Maler ist. Da das Bild nicht signiert war, fand ich auf der Rückseite des Keilrahmen mit Bleistift geschrieben seinen Namen: Pfartscheller. Auch den Titel des Bildes: „Klosterbruder“.

Aber wer war nun dieser Mann? Im Nachschlagewerk „Thieme/Becker“ wurde ich fündig:

Pfartscheller, Alois, Maler, *1808 Vulpmes, Tirol. 1832 Schüler der Akademie München, 1839 in Italien und München.

Mehr war nicht zu finden. Auf dem Weinfass fand ich noch die Bezeichnung „Johannisberg 1865“. Ich entfernte die Flecken, behandelte die Oberfläche recht vorsichtig mit einem weichen Tuch, getränkt mit einem speziellen Balsam, und ein „frisches“ Bild entwickelte sich.

Nun hängt der „Schinken“ im Heimatmuseum Wagenschwend und der Leiter erfreut sich an seinem Klosterbruder.

 

 

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MalGrund.

Nach meiner Entdeckung des Stufenbildes (s.: in meinem Blog „Aktuell“ die Bilder vom 27. Januar und 3. Februar) hinterfragte ich, in meinem Depot stehend, die Formate in meinen Regalen. Rechtecke, Quadrate, Hoch- und Querformate. Wieso eigentlich bleibt man in diesen Vorstellungen haften? Warum nicht diese „Überlieferungen“ in Frage stellen? Und da kam es mir plötzlich in den Sinn, das Format zu gestalten. Mit Säge und Leim änderte ich die Keilrahmenleisten zu meinem neuen Bildformat: „CF“ Creatives Format.

„Gegenläufiges Temperament“ Öl/Leinwand, 105×71 cm, 2017

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MalGrund.

Die Farbe Schwarz habe ich früher manchmal, in jüngerer Zeit nur noch ganz selten für meine Bilder verwendet. Schwarz erscheint ja immer erstmal ein wenig bedrohlich, so kam es mir zumindest lange vor.

Manchmal träume ich nachts von Farben und in Farben, und so träumte ich neulich von einem wunderbaren, freundlichen, fast eleganten Schwarz.

Am Tag drauf entstand dieses Bild im Atelier, es wollte sozusagen entstehen, ich musste es nur noch auf die Leinwand bringen. Ein Bild, das für mich tiefe Ruhe ausstrahlt und durch das Grün eine gewisse Heiterkeit und Zuversicht bekommt.

Ich wundere mich manchmal selber, wie die Kunst manchmal so entsteht, aus einem Moment heraus, oder, wie in diesem Fall, im nächtlichen Traum.

Der Charme der Nacht Öl/Leinwand 120×100 cm, 2017

 

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Aus dem Atelier.

Beim Stöbern in alten Unterlagen bin ich wieder einmal auf einen dieser Briefe gestossen, die ich ab und zu bekomme. Von Menschen, die bei mir ein Bild gekauft haben und mit ihm eine fast innige Beziehung eingehen. So etwas freut mich als Künstler natürlich besonders, und auch diesen Brief möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

„Sonnengedicht“, ein schöner Titel, mit dem ich allerdings mehr Gelb verbinden würde. Das intensive Rot wirkt kraftvoll, sinnlich und vitalisierend und könnte in Verbindung mit dem Schwarz durchaus eine fast bedrohliche Dimension an­nehmen.

Das helle Gelb in der Bildmitte allerdings leuchtet dagegen an und bringt Leichtigkeit und Fröhlichkeit hinein. Die Linien, an denen sich die Bewegung bricht, sind wie eine Ordnung, die sich dem Chaos ergibt oder auch entgegen­stellt. Je nach Lichteinfall glänzen die Pinsel­striche auf, gewichten eine Unruhe. Ich wechsle dann manchmal die Seite, um dieser kochenden Leidenschaft zu entgehen.

Für mich wallt und pulsiert in diesem Gemälde die Heilige Geist­kraft. Sie ist nicht zu bändigen, als liebende, gute, leidenschaftliche Kraft Gottes. Sie entzieht sich menschlicher Katego­risierung und ist (schon) immer da, auch wenn wir sie nicht wahrnehmen können. Obwohl die Farben laut und intensiv sind, kommen sie ebenso sanft und zart herüber. Auch die Frage nach Ordnung und Chaos stellt sich nicht für sie. Sie überwindet Gegensätze.

Kennst Du den Ronjaräubertochter-Frühlings­schrei, genauso ist dieses Bild! Manch­­­mal habe ich meine reine Freude an diesem wolkigen Toben, manchmal, an meinen schwachen Tagen, ahne ich, dass sie da sein muss, auch wenn ich sie gerade nicht spüren kann. Du siehst, lieber Künstler, dass ich beschenkt bin und dass du ein Brückenbauer bist…

Renate B., 2016

 

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MalGrund.

Die „Ruhe“ dauerte nicht lange. Mit leuchtenden Farben kehrte malerische Kraft zurück. „Glücksstufen“ ist eine Weiterentwicklung meiner „Stufenbilder“ auf vier Ebenen. Auch in diesem Fall habe ich wieder mit zusätzlichen Holzleisten mehrere Rahmen in verschiedener Größe quasi aufeinandergesetzt, um den Stufeneffekt zu erzielen. Ich finde es sehr spannend, was durch diese Konstruktion an neuer, ganz ungeahnter Räumlichkeit entsteht.

Dass das Bild dadurch viermal so schwer ist wie ein „normales“ Bild mit normalem Keilrahmen, damit muss ich erstnoch umzugehen lernen…. Aber wozu gibt es starke Dübel in einer starken Wand?

Glücksstufen, Öl/leinwand/Stufenbild VII, 66×78 cm, 2017

 

 

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MalGrund.

Nach der „aufregenden“ Farbphase der jüngsten Bilder brauchte ich die Ruhe und Distanz zur Palette. Daraus entstand ein beruhigendes Schwarz, in dem ein tiefes Rot Freude weckt. Und mein Temperament brachte mit dem Weiß den heiteren Effekt.

In der Ruhe liegt die Kraft, Öl/Leinwand, Stufenbild IV, 90×100 cm, 2017.

 

 

 

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MalGrund

Als das Bild gemalt war, erschien es mir wie ein Traum von der nahen Zukunft. Draussen bittere Kälte, Schnee und eine weisse Natur. Ein Traum von aufsteigender Wärme, von Sommer, von Wohlbefinden.

Prophetischer Traum, 70×60 cm, Öl/Leinwand/Stufenbild III, 2017

 

Wie bei den ersten beiden Stufenbildern, habe ich auch hier den Keilrahmen mit einem zweiten, kleineren Keilrahmen erhöht. Dadurch entsteht die ungewöhnliche Stufen-Struktur des Bildes, die nun noch durch einen perfekt gearbeiteten Schattenfugen-Rahmen hervorgehoben wird.

Wenn Sie übrigens in der Region wohnen und mal ein Bild rahmen lassen müssen, kann ich Ihnen sehr empfehlen, in Buchen bei Herrn Manovic vorbeizuschauen, ich bin mit seiner Handwerkskunst mehr als zufrieden!

 

 

 

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Aus dem Atelier.

Vor einiger Zeit war eine Redakteurin des Kulturprogramms SWR2 bei mir im Odenwald zu Gast, sie hatte die lange Anreise vom SWR-Funkhaus in Mannheim in Kauf genommen, um sich vor Ort im Atelier umzuschauen und ein Interview mit mir zu führen. Was daraus geworden ist, können Sie hier nocheinmal nachhören, die eigentliche Sendung lief am Montag, 9. Januar, in der Sendung SWR2 Journal am Mittag. Ich finde den Beitrag sehr gelungen und sage an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an SWR2-Redakteurin Annette Lennartz!

 

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Selbst gesehen.

Ludwigshafen am Rhein ist jetzt auf den ersten Blick nicht unbedingt die touristische Top-Adresse hier in der Region, aber eine Fahrt zum Ludwigshafener Hack-Museum lohnt sich allemal. Dort findet noch bis zum 15. Januar die Ausstellung „Pop up! Bildikonen der 60er und 70er Jahre“ statt, die ich dieser Tage besucht habe. Für mich war es eine heitere Begegnung und eine Erinnerung an jene pulsierende Zeit.

Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Richard Hamilton, – Persönlichkeiten, die damals die Welt bewegten. Dabei darf man natürlich nicht den Vietnam-Krieg vergessen, den viele Künstler thematisch verarbeiteten, und die Anti-Kriegs-Demonstrationen jener Zeit, mit dem Slogan von Yoko Ono und John Lennon: Make love, not war.

Wenn Sie am Wochenende noch Zeit und Lust haben, kann ich Ihnen die Ausstellung sehr ans Herz legen! Nähere Informationen finden Sie auf der (klick!) Website des Museums.