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Aus dem Atelier.

Die Farbe Schwarz fasziniert und inspiriert mich immer noch. Mit breitem Flachpinsel und Schwung; feine Farbtupfer, gezielt eingesetzt, lösen während des Malens Mut und Heiterkeit aus.

„Sich klärender Morgen“ Öl/Leinwand 60×50 cm 2017

 

Oder auf monochromer Fläche ein zarter Streifen Rot: verleitet zu meditativen Gedanken.

„Meditativer Moment“ Öl/Leinwand 50×40 cm 2017

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Selbst gesehen

Ausstellung: „Verborgene Schätze aus Wien“ in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch-Hall.

Die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall zeigt als Leihgaben der „Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien“ rund 400 Bilder, Druckgrafik, Zeichnungen und Gipsabgüsse antiker Skulpturen.

Es setzt schon einen enormen Bildungshintergrund voraus (den ich z.B. nicht habe) um dieser gewaltigen Ausstellung inhaltlich zu folgen. An allseits bekannte Künstler wie Botticelli, Rembrandt oder Dürer mochte ich mich natürlich erinnern, doch in dieser Ausstellung sind 201 Künstler vertreten, die mir zum allergrößten Teil unbekannt waren. Zu Namen wie u.a. Albert Paris Gütersloh, Johann Baptist Drechsler, Leopoldo Alinari und Rachel Ruysch konnte ich keine Verbindung herstellen. Auch um die Bildinhalte zu verstehen, bedarf es breiter Kenntnisse des Alten Testaments, der griechischen und römischen Geschichte.

Nun hatte ich mir vorgestellt, textlich durch diese Ausstellung geführt zu werden. Erklärende Worte zu den Werken der italienischen Malerei des 15. bis 18. Jahrhunderts. Der niederländisch-flämischen Malerei des 17. Jh. sowie der österreichischen Malerei des Barock und Klassizismus und des „Sturm und Drang“. Vergeblich. Ja, natürlich wird ein Audioguide (auch in einfacher Sprache) angeboten.

Aber warum gelingt es Ausstellungsmachern nicht, den Betrachter – im besten Wortsinne –  wohlwollend belehrend durch diese gigantische Ausstellung zu führen? Kurze Texte zu Bildern, einführende Worte in die Werkkomplexe gezeigter Maler, Begründungen für die Bilder von Arnulf Rainer und Andy Warhol. Diese Ausstellung hatte mich vollends überfordert, und mit einer gewissen Unzufriedenheit verließ ich die Kunstsammlung aus Wien.

Als ich aus der Kunsthalle unten wieder ankam, bekam ich einen guten Espresso, dazu ein feines Stück Apfelkuchen. Danach ging es mir wieder besser.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Schwäbisch-Hall, bei freiem Eintritt, ist täglich von 10-18 Uhr bis 8. April 2018 geöffnet.

Und an der Kasse erhalten Sie einen Audioguide: 6 €

 

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Bitte vormerken!

Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, Sie und Ihre Freunde zum 12. Offenen Atelier mit Ölbildern, Arbeiten auf Papier und Skulpturen einzuladen. Das Motto in diesem Jahr:

Lichtkontraste.

Samstag, den 2., und Sonntag, den 3. Dezember 2017, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Wagenschwender Straße 6, 74838 Limbach-Balsbach.

 

 

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Aus dem Atelier

Das Bild ist gemalt. Der Künstler ist zufrieden. Meine Muse bereits fand es hervorragend. Nun könnte sich der Maler auf sein Ateliersofa legen und von großen Ausstellungen träumen. Aber weit gefehlt. Nun muss zunächst der Mischtisch gesäubert werden. Das geht ja noch, aber dann das Pinselreinigen im Keller. Eine unangenehme Arbeit.

Schon der Geruch von Terpentinersatz. Das mehrmalige Auswaschen mit Schmierseife. Die verschmierten Hände. Ich mag es nicht. Doch wenn ich aus dem Keller wiederkomme und sehe das fertige Bild auf der Staffelei, …… hat sich gelohnt.

„Gedankensprung“ Öl/Leinwand, 80×110 cm, 2017

 

 

 

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MalGrund

„Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost an die Wand hängen.“ Die Farbe schwarz galt in der gegenständlichen Malerei als „Unfarbe“. Kasimir Malewitsch (1878-1934) brachte mit seinem  Bild „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“ 1915 in der Malerei eine radikale Veränderung. Es ist der Beginn der gegenstandslosen Malerei, und die „Unfarbe“ wurde zur Farbe.

Pierre Soulages *1919, bekannte sich wie folgt zu dieser Farbe: „Schwarz ist die intensivste Farbe, jene, die die stärksten Kontraste erzeugt, die das Licht am stärksten zur Geltung bringt“. Ich beschäftigte mich in mehreren Werkphasen auch mit der Farbe Schwarz.

„Kontemplation“ Öl/Holztafel, 82×53 cm, 1988

 

„Ins Nächtliche hin“ Öl/Leinwand, 105×90 cm, 2001

 

„Inspiration Oct“ Öl/Leinwand, 110×120 cm, 2006

 

Zur Zeit arbeite ich erneut mit der Farbe Schwarz.

„Freundliche Innenbetrachtung“ Öl/Leinwand, 120×100 cm, 2017

 

„Endlich“ Öl/Leinwand, 100×130 cm, 2017

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Aus dem Atelier.

Das Dorfmuseum im benachbarten Wagenschwend erhält hin und wieder u.a. Bilder aus Nachlässen oder auch Schenkungen. In diesem Fall war es ein Ölbild des Jagd- und Tiermalers Christoffer Drathmann *1856.

Der Leiter des Museums, Gerhard Schäfer, brachte mir das Bild zur Reinigung der Oberfläche, weil die Farben durch Schmutz und Staub ihre Leuchtkraft verloren hatten. Mit einem Spezial-Mittel und einem feinen Tuch reinigte ich sanft das Bild Quadratzentimeter für Quadratzentimeter, danach natürlich auch den alten Rahmen.

Da kommt ordentlich was runter.

Nun strahlt der Hase wieder mit leuchtenden Augen im Schnee. Im Museum gibt es eine Abteilung mit Tierbildern, Gehörnen und anderen Jagdtrophäen. Dort wird der Hase in Kürze hängen.

Wenn Sie das sehenswerte kleine Museum besuchen möchten: Geöffnet ist jeden ersten Sonntag im Monat, 14 bis 17 Uhr, Adresse:  Hauptstraße 35, Limbach-Wagenschwend. Gruppen können auch eine individuelle Führung buchen bei Gerhard Schäfer direkt, 06274-95002

 

 

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MalGrund.

Bei der Kreation meiner neuen Formate kam mir der Gedanke, den Rahmen inhaltlich als Kontrast zum Bild mitzugestalten. Dieses Bild „Melancholisch“, in dem die dunklen Farben der Tiefe ins heitere Helle wechseln, findet darin den farblichen -, und mit der Aufforderung „Hab frohen Sinn“ seinen inhaltlichen Kontrast.

 

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Aus dem Atelier.

Natürlich kann man Keilrahmen fix und fertig kaufen, in guter oder schlechter Qualität. Gerne Made in China. Für mich kommt das allerdings nicht in Frage. Denn bei mir beginnt das Bild mit der eigenen Fertigung der Vorlagen. Ich lege besonderen Wert darauf, das Bild von Grund auf zu entwickeln. Es bedarf einiger handwerklicher Arbeiten, viel Schweiß und Mühe, bevor ich mit dem Malen beginnen kann.

Zunächst muss ich die zugeschnittenen Keilrahmen zusammenbauen und die Leinwand entsprechend zuschneiden.

Dann wird sie mit Hilfe einer Spannzange auf den Keilrahmen getackert. Die Leinwand muss dann faltenlos gespannt sein. Eine kraftraubende Arbeit auf den Knien.

Danach werden die fertige Keilrahmen mit einem hochwertigen, lichtechten und alterungbestandigen Acrylgrund gestrichen. Ich trage diese Farbe sehr pastos auf, sodass die Fläche Struktur erhält. Nach dem Durchtrocknen, das ungefähr einen Tag dauert, sind die Leinwände für meine Ansprüche entsprechend vorbereitet. jetzt erst kann ich mit dem Malen beginnen.

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MalGrund.

Am 4. April habe ich Ihnen hier im Blog meine seinerzeit aktuellen Bilder vorgestellt, darunter auch das ungewöhnliche Werk „Herzensfreude“, das Sie (Klick!) hier ganz links im Foto sehen.  Bei meinen neueren Formaten geht es mir darum, die traditionellen und zumeist rechtwinkligen Bildformate zu verlassen – das führt zwangsläufig auch zu einer geänderten Betrachtung. Besucher im Atelier reagieren auf die Bilder mal mit ratlosem Kopfschütteln, mal mit heller Begeisterung.

Spannend: während viele Besucher im Atelier sonst eher gar nichts fragen, sondern einfach nur schauen und allenfalls (auch ungefragt) ihre Meinung zu diesem oder jenem Bild äußern, werfen die neuen Formate jede Menge Fragen auf, so oder so. Egal, ob Begeisterung oder Ratlosigkeit: plötzlich fragen die Besucher, und plötzlich kommt man auch mit Menschen über Kunst ins Gespräch, mit denen das bislang nicht möglich war.

„En passant“ 34×44 cm, Öl/Leinwand/Hartfaser 2017

 

Und da ich nun weiter auf der Suche nach neuen Formaten bin, war es fast eine logische Konsequenz: wenn man ein Bild für eine Ecke malt, so müsste es auch ein Bild um die Ecke geben. Und wenn Ihnen da irgendwas rätselhaft erscheint: Fragen Sie ruhig!