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Selbst gesehen.

Koblenz – „Forum Confluentes“.

Im März 2008 erhielt der niederländische Architekt Benthem Crouwel nach einem international ausgelobten Architekturwettbewerb den Zuschlag zum Bau des jetzt sogenannten „Forum Influentes“. Im Gebäude sind neben einem großzügigen Foyer mit Café das Mittelrhein-Museum, eine Bibliothek und die Touristeninformation untergebracht. Weiträumige Lesesäle, eine Dachterrasse mit Blick zur Eifel, zum Hunsrück und Taunus sind einladend und komfortabel gestaltet.

Im Mittelrhein Museum sind in den Epochen-Sälen Malerei und Skulpturen des Mittelalters, des Barock, des Klassizismus und der Romatik bis hin zur Klassischen Moderne, mit Schwerpunkt auf die Werkkomplexe von K.O. Götz, Rissa und Heijo Hangen ausgestellt.

www.forum-confluentes.de

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MalGrund.

Nach all den ungewöhnlichen Formaten mal wieder ein gerahmtes ganz und gar rechteckiges Bild. Den wunderbaren Holzrahmen fand ich über eine Kleinanzeige. Die Kombination von alten Rahmen und abstrakter, moderner Malerei finde ich immer wieder sehr reizvoll.

„Passion in Rot“ Öl/Leinwand, 100×70 cm, 2013

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MalGrund.

Ich habe in den vergangenen Wochen mit neuen Formaten experimentiert, und wie das immer so ist: es kommt dann eins zum anderen. Mit den neuen Formaten entwickeln sich plötzlich auch neue Farbgebungen, unerwartet zart und zurückhaltend. Passend dazu auch der Titel dieses neuen Bildes: Blumenseelchen. 

„Blumenseelchen“ Öl/Leinwand, 91x67x68 cm, 2017

 

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MalGrund.

Die neuen Formate als Panorama an der Atelierwand. Für den Betrachter sind diese Formate sicher eine Herausforderung, sich von herkömmlicher Anschauung zu lösen. Zur Begutachtung reicht nun nicht mehr nur der Bildinhalt, sondern auch dessen Zusammenspiel mit dem Format. Übrigens, auch ich muss im Malprozess umdenken, denn die gewohnte Fläche, an die gewohnt war, erfordert ein gestalterisches Umdenken.

 

 

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MalGrund.

Ich habe mich in den vergangenen Wochen ja mit Creativen Formaten „CF“ befasst, um vom rechten Winkel abzukommen. Jetzt kam mir der Gedanke: Wieso sind Bilder eigentlich immer vier-eckig? Ich dachte nach und entwickelte das erste 5-eckige Bild: „Träumerei“

Träumerei, Öl/Leinwand, 52x40x41 cm 2017.

 

 

 

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Aus dem Atelier.

Im Nachbarort befindet sich das „Heimatmuseum Wagenschwend“. Dem Leiter dieses Hauses werden hin und wieder landwirtschaftliche Geräte, Hausrat vergangener Zeiten zur Ausstellung angeboten, manchmal auch Bilder. Vor einiger Zeit kam er zu mir, ob ich ihm „einen alten Schinken“, wie er sagte, restaurieren könne. Ich wagte das Experiment.

Zunächst wollte ich wissen, wer der Maler ist. Da das Bild nicht signiert war, fand ich auf der Rückseite des Keilrahmen mit Bleistift geschrieben seinen Namen: Pfartscheller. Auch den Titel des Bildes: „Klosterbruder“.

Aber wer war nun dieser Mann? Im Nachschlagewerk „Thieme/Becker“ wurde ich fündig:

Pfartscheller, Alois, Maler, *1808 Vulpmes, Tirol. 1832 Schüler der Akademie München, 1839 in Italien und München.

Mehr war nicht zu finden. Auf dem Weinfass fand ich noch die Bezeichnung „Johannisberg 1865“. Ich entfernte die Flecken, behandelte die Oberfläche recht vorsichtig mit einem weichen Tuch, getränkt mit einem speziellen Balsam, und ein „frisches“ Bild entwickelte sich.

Nun hängt der „Schinken“ im Heimatmuseum Wagenschwend und der Leiter erfreut sich an seinem Klosterbruder.

 

 

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MalGrund.

Nach meiner Entdeckung des Stufenbildes (s.: in meinem Blog „Aktuell“ die Bilder vom 27. Januar und 3. Februar) hinterfragte ich, in meinem Depot stehend, die Formate in meinen Regalen. Rechtecke, Quadrate, Hoch- und Querformate. Wieso eigentlich bleibt man in diesen Vorstellungen haften? Warum nicht diese „Überlieferungen“ in Frage stellen? Und da kam es mir plötzlich in den Sinn, das Format zu gestalten. Mit Säge und Leim änderte ich die Keilrahmenleisten zu meinem neuen Bildformat: „CF“ Creatives Format.

„Gegenläufiges Temperament“ Öl/Leinwand, 105×71 cm, 2017

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MalGrund.

Die Farbe Schwarz habe ich früher manchmal, in jüngerer Zeit nur noch ganz selten für meine Bilder verwendet. Schwarz erscheint ja immer erstmal ein wenig bedrohlich, so kam es mir zumindest lange vor.

Manchmal träume ich nachts von Farben und in Farben, und so träumte ich neulich von einem wunderbaren, freundlichen, fast eleganten Schwarz.

Am Tag drauf entstand dieses Bild im Atelier, es wollte sozusagen entstehen, ich musste es nur noch auf die Leinwand bringen. Ein Bild, das für mich tiefe Ruhe ausstrahlt und durch das Grün eine gewisse Heiterkeit und Zuversicht bekommt.

Ich wundere mich manchmal selber, wie die Kunst manchmal so entsteht, aus einem Moment heraus, oder, wie in diesem Fall, im nächtlichen Traum.

Der Charme der Nacht Öl/Leinwand 120×100 cm, 2017

 

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Aus dem Atelier.

Beim Stöbern in alten Unterlagen bin ich wieder einmal auf einen dieser Briefe gestossen, die ich ab und zu bekomme. Von Menschen, die bei mir ein Bild gekauft haben und mit ihm eine fast innige Beziehung eingehen. So etwas freut mich als Künstler natürlich besonders, und auch diesen Brief möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

„Sonnengedicht“, ein schöner Titel, mit dem ich allerdings mehr Gelb verbinden würde. Das intensive Rot wirkt kraftvoll, sinnlich und vitalisierend und könnte in Verbindung mit dem Schwarz durchaus eine fast bedrohliche Dimension an­nehmen.

Das helle Gelb in der Bildmitte allerdings leuchtet dagegen an und bringt Leichtigkeit und Fröhlichkeit hinein. Die Linien, an denen sich die Bewegung bricht, sind wie eine Ordnung, die sich dem Chaos ergibt oder auch entgegen­stellt. Je nach Lichteinfall glänzen die Pinsel­striche auf, gewichten eine Unruhe. Ich wechsle dann manchmal die Seite, um dieser kochenden Leidenschaft zu entgehen.

Für mich wallt und pulsiert in diesem Gemälde die Heilige Geist­kraft. Sie ist nicht zu bändigen, als liebende, gute, leidenschaftliche Kraft Gottes. Sie entzieht sich menschlicher Katego­risierung und ist (schon) immer da, auch wenn wir sie nicht wahrnehmen können. Obwohl die Farben laut und intensiv sind, kommen sie ebenso sanft und zart herüber. Auch die Frage nach Ordnung und Chaos stellt sich nicht für sie. Sie überwindet Gegensätze.

Kennst Du den Ronjaräubertochter-Frühlings­schrei, genauso ist dieses Bild! Manch­­­mal habe ich meine reine Freude an diesem wolkigen Toben, manchmal, an meinen schwachen Tagen, ahne ich, dass sie da sein muss, auch wenn ich sie gerade nicht spüren kann. Du siehst, lieber Künstler, dass ich beschenkt bin und dass du ein Brückenbauer bist…

Renate B., 2016